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Minden in Ostwestfalen-Lippe

Im Nordosten von Nordrhein-Westfalen direkt an der Grenze zu Niedersachsen liegt Minden, die viertgrößte Stadt der Region Ostwestfalen-Lippe. Minden blickt auf rund 1200 Jahre Geschichte zurück, verfügt über eine schöne Altstadt und zahlreiche Bauten der Weserrenaissance und der Dom ist das architektonische Wahrzeichen der Stadt.

Bekannt ist Minden auch für sein Wasserstraßenkreuz, über die Schachtschleuse Minden gelangen Schiffe vom Mittellandkanal in die Weser. Während ein Großteil Mindens im Flachland beiderseits der Weser liegt reichen die Ortsteile Häverstädt, Dützen und Haddenhausen an das Wiehengebirge heran, ein 320 Meter hohes Mittelgebirge das sich von Porta Westfalica im Osten bis nach Bramsche im Westen erstreckt und ein Teilraum des Natur- und Geoparks TERRA.vita ist.

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An Minden vorbei geht auch der beliebte Weserradweg der von Hann.Münden bis Cuxhaven führt und zu den attraktivsten Radwanderwegen in Europa zählt. Auch für die Wellness-Radroute die an etwa 40 Wind-, Wasser- und Rossmühlen vorbeiführt ist Minden Ausgangspunkt oder Zwischenstopp.

Bekannt ist Minden auch für seinen Potts-Park, ein Freizeit- und Familien-Erlebnispark am Fuße des Wiehengebirges im Stadtteil Dützen. Sportliches Aushängeschild der Stadt ist die Handball-Bundesliga-Mannschaft GWD Minden die auch zu den Gründungsmitgliedern der Liga zählt.

Blick von der Weserbrücke auf die alte Festungsmauer
Die Glacisbrücke über die Weser

Zur Geschichte von Minden

Die Geschichte Mindens beginnt im Jahre 798 als Kaiser Karl der Große in Minda eine Reichsversammlung abhielt. 799 gründete er das Bistum Minden. Die Stadt entsteht an einer leicht passierbaren Weserfurt, nördlich der „Porta Westfalica“, der westfälischen Pforte, einem Durchbruch der Weser durch das Wiehengebirge. Mit der Verleihung der Markt-, Münz- und Zollrechte im Jahre 977 etablierte sich Minden als Wirtschaftsknotenpunkt der Region. Ab Oktober 1295 gehörte Minden dem Städtebund der Hanse an.

Die Stadt besaß das Stapelrecht welches ihr ermöglichte vorbeifahrende Schiffe zum Ausladen der Ware und deren Verkauf zu zwingen. Während der Reformation wurde am 13. Februar 1530 die evangelische Kirchenordnung für Minden durch Nikolaus Krage verkündet.

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 Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Minden von 1625 bis 1634 durch katholische Truppen des Kaisers besetzt, 1634 belagerten und eroberten protestantische schwedische Truppen die Stadt, Königin Christina von Schweden sicherte der Mindener Bürgerschaft volle Souveränität in allen Angelegenheiten zu. Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges ging Minden in den Besitz Brandenburg-Preußens über.

Die Zeit unter preußischer Herrschaft war für Minden sehr prägend. 1873 beschloss der Reichstag in Berlin das Gesetz zur Aufhebung der Festungen Mindens, ab 1879 wurden die Stadtmauern geschleift. Mit der Eröffnung des Mittellandkanals im Jahre 1915 wurde auch das Wasserstraßenkreuz in Betrieb genommen, es war zu seiner Zeit das größte in Deutschland.

Bei einem großen Angriff am 28. März 1945 wurde die Innenstadt stark zerstört. Nach dem 2. Weltkrieg gehörte Minden zur Britischen Besatzungszone und war Standort der britischen Rheinarmee. Heute leben rund 82.000 Einwohner in der Stadt.

Das Schnurrviertel von Minden
Ausflugslokal an der Schiffmühle in Minden

Anreise in die Stadt

Die Anreise nach Minden erfolgt meist über die Autobahn 2. Aus Richtung Norden, Osten und Süden kommend fahren Sie über Hannover wo Sie auf die A2 wechseln oder aus Richtung Osten kommend bleiben. An der Anschlußstelle Bad Eilsen-West fahren Sie von der A2 ab und gelangen über die Bundesstraßen 83 und 65 nach Minden.

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Aus Richtung Westen kommend nehmen Sie die Abfahrt Porta Westfalica und fahren Sie auf die B482 in Richtung Porta Westfalica. Entweder Sie fahren die B482 bis diese die B65 kreuzt, dort wechseln Sie auf die B65. Alternativ fahren Sie in Porta Westfalica von der B482 ab, links lang geht es über eine Brücke über die Weser. Hinter der Weser geht es rechts ab auf die B61 die durch den Weserauentunnel direkt nach Minden führt.

Aus Richtung Bremen kommend benutzen Sie die B61 die Sie direkt in die Stadt bringt. Minden ist an das Bahnnetz angeschlossen, mehrere IC sowie die Westfalenbahn halten in der Stadt. Nächstgelegener Flughafen ist Hannover-Langenhagen.

Der Marktplatz in Minden
Interessante Läden, urige Cafés und kleine Kneipen im Schnurrviertel

Wenn Sie mehr über Minden und seine Geschichte erfahren möchten so buchen Sie doch eine der vielen angebotenen Führungen durch die Stadt, das Angebot ist sehr groß. Historische Stadtführung, Weihnachtliche Stadtführung, Stadtgeschichte und Dominikanerkloster, das Simeonsquartier und viele weitere Führungen können Sie in der Tourist-Information in der Domstraße 2 buchen. 

Etwas ganz Besonderes ist die Digitale Stadtführung auf der Beacon Mile. Die Altstadtroute erstreckt sich vom Dom bis zur Schiffsmühle auf der 40 kleine Sender, sogenannte Beacons, an den Sehenswürdigkeiten angebracht sind die es ermöglichen mittels Smartphone wie mit einem Audioguide per Podcasts allerlei Wissenswertes zu erfahren.

Dafür müssen Sie die „Minden-App“ aus dem Store herunterladen. Nutzen Sie dafür das freie W-LAN das Minden seinen Besuchern anbietet und das Ihr mobiles Datenvolumen schont. Erleben Sie Deutschlands erste Beacon Mile in Minden.

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Die Neue Regierung in Minden
Der Mindener Dom St. Gorgonius und St. Petrus Apostel

Obere und untere Altstadt

Warum sprechen die Mindener von oberer und unterer Altstadt? Die Stadt Minden liegt auf zwei „Etagen“ des Wesertals zwischen denen ein steiler Abhang verlief, auf dem nicht gebaut werden konnte. So wurde im 13. bis 15. Jahrhundert eine Stützmauer zwischen unterer und oberer Altstadt gebaut. Dies geschah als die Stadt mehr Platz brauchte, da die Kirchen in der Oberstadt vergrößert wurden und die Stiftsleute in eigenen Häusern wohnen wollten.

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In der unteren Altstadt befinden sich die Haupteinkaufsstraßen sowie der Dom und das historische Rathaus. Über die Martinitreppe am Marktplatz oder barrierefrei über die Obermarktstraße kann die obere Altstadt erreicht werden. Dort befinden sich sowohl die Museumszeile mit dem Mindener Museum, die St. Martinikirche als auch die St. Simeoniskirche. 

Ein Bummel durch Mindens Ober- und Unterstadt mit ihren kopfsteingepflasterten kleinen Gassen ist wie eine Reise zurück ins Mittelalter als in den Häusern noch Handwerker und Krämer ihrem Handwerk nachgingen. Auch der Baustil der Weserrenaissance hat seine Spuren in der Stadt hinterlassen, repräsentative Bauwerke wie die „Neue Regierung Minden“, das „Haus Hagemeyer“ am Scharn oder auch das „Haus Bäckerstraße 45“ sind Zeitzeugen dieser Epoche und heute ein beliebtes Fotomotiv.

Häuser in der "Oberen Altstadt"
In der Oberen Altstadt

Das Alte Rathaus Minden

Das Alte Rathaus der Stadt wurde um 1260 als Steinbau mit Laube und Kellergewölbe in unmittelbarer Nachbarschaft zur Domfreiheit errichtet und ist Sitz des Rats der Bürger, später des Magistrats und heute der Stadtverwaltung.

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Von 1659 bis 1662 erfolgte ein großer Umbau, der Rathaushof wurde überbaut und im ersten Stock ein großer repräsentativer Rathaussaal im Stil der Renaissance eingerichtet. Der Umbau wurde Anfang des 18. Jahrhunderts durch den Einbau eines Uhrenturmes abgeschlossen. 

Im 2. Weltkrieg wurde das Rathaus durch Bomben zerstört, nur die gotische Laube und der Gewölbekeller blieben verschont. Daher ist die Rathauslaube der einzige originale Teil des heutigen Rathauses und der älteste gotische Laubengang Westfalens.  Das Rathaus grenzt an den Marktplatz der von sehenswerten Häusern umgeben ist. Im Sommer können Sie die Atmosphäre der Stadt in den Straßencafés am Marktplatz genießen.

Das Alte Rathaus in Minden
Blick von der Martinitreppe auf das alte Rathaus

Der Dom der Stadt

Bekannt ist Minden für seinen Dom, eine römisch-katholische Probsteikirche die die Bischofskirche des von Karl dem Großen um das Jahr 800 herum gegründeten Bistums Minden war. Es begann mit dem Bau einer schlichten, turmlosen Saalkirche auf dem Domhügel und ging über eine karolingisch-romanische Basilika mit monumentalem Westwerk zu einer gotischen Hallenkirche mit romanischem Westriegel.

600 Jahre lang blieb der Dom fast unverändert bis er im zweiten Weltkrieg beinahe fast vollständig zerstört wurde. Von 1946 bis 1957 wurde der Dom wieder aufgebaut.

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Zu den Kunstschätzen des Doms zählen das romanische Mindener Kreuz aus dem 12. Jahrhundert und eine Nachbildung der Goldenen Tafel, ein hölzernes Retabel (Altaraufsatz) in Form eines gotischen Flügelaltars aus dem 15. Jahrhundert dessen Original sich im Berliner Bode-Museum befindet.

Ein besonderes Jahr in der Geschichte des Domes war 1168 als Bischof Werner von Bückeburg Heinrich den Löwen und Mathilde von England im Dom traute.

Minden ist bekannt für seinen Dom
In der oberen Altstadt steht die Kirche St. Martini

Die Kirchen St. Martini, St.Simeonis und die Marienkirche

In der oberen Altstadt steht die Kirche St. Martini die zum Stift St. Martini gehörte der 1810 aufgelöst wurde. Die Kirche wurde kurz vor dem Jahr 1029 gegründet und im romanischen und gotischen Stil errichtet. Im Zuge der Reformation wurde die Kirche 1530 evangelisch-lutherisch, hier wurde die erste evangelische Kirchenordnung Westfalens von Nikolaus Krage, der diese auch verfasste, verlesen.

1773 wurde der Turm der Kirche durch einen Blitzeinschlag beschädigt und in Brand gesetzt, der Turmhelm, die Uhrkammer und die Glockenstube wurden dabei zerstört. Den 2. Weltkrieg hat die Kirche fast unbeschadet überstanden, lediglich die Fenster wurden zerstört und die Glocken mussten geopfert werden.

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Weitere bedeutende Gotteshäuser in Minden sind die St.-Simeonis-Kirche mit ihrem weithin sichtbaren Turm sowie die Marienkirche. Die evangelisch-lutherische Kirche St. Simeonis oder Simeoniskirche wurde 1214 als Filialkirche von St. Martini geweiht. Sie erhielt ihren Namen von Simeon von Trier, ein byzantinischer Mönch, der sein Leben als Eremit beschloss. Die Simeoniskirche wurde früher vorwiegend von der armen Bevölkerung besucht, durch Spenden und Stiftungen erhielt die Kirche zahlreiche Kunstgegenstände die heute noch bewundert werden können.

Mit dem Bau der Marienkirche wurde um 1022 zur Zeit des Bischof Sigebert begonnen, im 12. Jahrhundert erhielt die Marienkirche ein romanisches Gewölbe und etwa um 1255 begann der Bau des Turmes. Im 14. Jahrhundert wurde eine Sakristei angebaut, die ehemals einschiffige Kirche wurde zu einer dreischiffigen Hallenkirche mit gotischen Seitenschiffen umgebaut.

Die Marienkirche in Minden
Der Dom zu Minden

Schnurrviertel, Alte Münze, Haus am Windloch und das Proviant-Magazin

In der oberen Altstadt Mindens befindet sich das „Schnurrviertel“ das einst das Arme-Leute-Viertel war. Hier befinden sich interessante Läden, urige Cafés und kleine Kneipen sowie interessante Gebäude wie das vermutlich älteste Steinhaus Westfalens, die „Alte Münze“, das neben der Martinikirche stehende „Haus am Windloch“ sowie das „Proviant-Magazin“.

Die „Alte Münze“ ist eines der ältesten Gebäude Westfalens und entstand etwa 1260. Lange Zeit wurde angenommen das hier die Münzen geprägt wurden was allerdings unwahrscheinlich ist da dafür viel Wasser benötigt wird. Vermutlich war es vom 14. bis 16. Jahrhundert die Wohnung des Münzmeisters. Heute befindet sich in diesem Gebäude ein Griechisches Restaurant.

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Das „Haus am Windloch“ befindet sich neben der Martinikirche, es gehört zu den kleinsten Gebäuden der Stadt. Etwas wundschief sieht es aus, das Fachwerkhaus das gegen Ende des 15. Jahrhunderts erbaut wurde und in dem der Stadtmusikus seit dem 17. Jahrhundert wohnte.

Zu den Aufgaben des Stadtmusikus gehörte neben dem Spielen im Gottesdienst auch Wächter- und Türmerdienste. Neben dem „Windloch“ wurde 1648 eine kleine Scheune gebaut, eine typisches Lagergebäude von denen es früher viele in der Stadt gab. Seine Namen erhielt das „Windloch“ durch den Wind der durch den engen Durchgang pfiff.

Das „Proviant-Magazin“, ein vierstöckiger neoromanischer Bau, wurde von 1835 bis 1836 als Teil der Festung Minden erbaut und diente der Bevorratung der Preußischen Armee. Heute ist im Gebäude das Weser-Kolleg untergebracht.

Die Alte Münze in Minden
Das Haus am Windloch

Stadtpark Mindener Glacis

Rund um die Innenstadt befindet sich das Mindener Glacis, ein denkmalgeschützter Stadtpark, der sich ringförmig um die Innenstadt schmiegt. Das Gelände war das freie Schussfeld der Festung Minden. Früher umschloss die Festung ringförmig die Stadt die durch fünf Stadttore betreten werden konnte.

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Als die Festung nach der deutschen Reichsgründung in den 1870er Jahren geschleift wurde entstanden auf dem Glacis ausgedehnte Parkanlagen die heute der Erholung dienen. Ein Teil der Festungsmauer befindet sich an der Weser, direkt dahinter befindet sich die „Fischerstadt“, ein mittelalterlicher Siedlungskern der Stadt.

Das „Proviant-Magazin“ wurde von 1835 bis 1836 als Teil der Festung Minden erbaut
Kanonen an der alten Festungsmauer der Stadt

Wasserstaßenkreuz Schachtschleuse

Im Stadtgebiet von Minden befindet sich eines der größten Wasserstraßenkreuze der Welt. 1906 wurde mit dem Bau einer 341 Meter langen Brücke begonnen die den Mittellandkanal über die Weser führt. Um vom Mittellandkanal in die Weser zu gelangen wurde von 1911 bis 1914 die Schachtschleuse gebaut. Der Höhenunterschied beträgt rund 13 Meter.

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Da die alte Schleuse den Anforderungen der heutigen Schiffe nicht mehr entsprach wurde neben der Schachtschleuse die Weserschleuse errichtet die nun auch die Schleusung größerer Güterschiffe ermöglicht. Ein Informationszentrum informiert über das deutsche Wasserstraßennetz, das Wasserstraßenkreuz Minden, den Mittellandkanal und die Weser.

Blick auf die Schachtschleuse am Mindener Wasserstraßenkreuz
Brücke für den Mittellandkanal

Schiffmühle an der Weser

Am Ufer der Weser befindet sich die Rekonstruktion einer Schiffmühle. Eine erste urkundliche Erwähnung von Mindener Schiffmühlen geht auf das Jahr 1326 zurück, als die Stadt gleich sechs Liegeplätze verpachtete. Minden gehört damit zu den ältesten Schiffmühlen-Standorten in Deutschland.

Hier können Sie den Weg vom Korn zum Mehl nachverfolgen. Die Schiffmühle kann von April bis Oktober jeweils von Dienstag bis Sonntag besichtigt werden. Der Eintritt ist kostenlos, vorab gebuchte Besichtigungen sind kostenpflichtig.

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Die Schachtschleuse Minden
Rekonstruktion einer Schiffmühle

Als Einkaufsstadt hat Minden einiges zu bieten. In der Fußgängerzone der Stadt, rund um den Scharn und bis hin zum Marktplatz, warten jede Menge Fachgeschäfte mit zum Teil langer Tradition auf Kundschaft. In den schönen Cafés und gemütlichen Kneipen kann sich jeder vom Einkaufsbummel erholen. Auch in der oberen Altstadt finden Sie schöne und ruhige Ecken zum Verweilen.

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Der Wochenmarkt findet donnerstags und samstags von 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr auf dem Martinikirchhof statt. Hier werden Obst, Gemüse, Kräuter, Milchprodukte, Eier, Fisch und Fleisch sowie Blumen angeboten. Dienstags von 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr findet ein Markt auf dem kleinen Domhof statt.

Der Scharn ist ein zentraler Platz in der Fußgängerzone
Die Fußgängerzone der Stadt

Mindener Museum, Preußen Museum, und der Domschatz

Wer mehr über die Geschichte Mindens wissen möchte besucht das Mindener Museum, es liegt in der „Oberen Altstadt“ und besteht aus sechs Häusern aus dem 16. Jahrhundert die im Stil der Weserrenaissance erbaut wurden. In den Häusern befinden sich noch zahlreiche Spuren der früheren Bewohner. Das Museum verfügt über eine große Sammlung zur Geschichte der Stadt und des Kreises Minden-Lübbecke sowie über das ehemalige Stift Minden.

Im Preußen-Museum Minden in der ehemalige Defensionskaserne der Festung Minden können Besucher in die wech­sel­vol­le, noch im­mer le­ben­di­ge Ge­schich­te Preu­ßens ein­tau­chen und erfahren wie Preußen sich zum größten deutschen Flächenstaat und somit zur europäischen Großmacht entwickelte. Eine neue Dauerausstellung ab Herbst 2022 ermöglicht in den 17 Räumen der Präsentation interessante Einblicke in 400 Jahre preußischer Geschichte.

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Der Domschatz Minden verfügt über viele äußerst wertvolle Exponate und ist damit eine der bedeutendsten Sammlungen christlicher Kunst in Deutschland. Das ehemalige Bistum Minden mit seiner reichen Geschichte, nicht weniger als 60 Bischöfe standen dem Bistum von 799 bis 1648 vor, konnte zahlreiche Schätze sammeln da die Bischöfe einen großen kirchlichen und staatlichen Einfluss hatten.

Das Preußen-Museum Minden
Informationszentrum am Wasserstraßenkreuz Minden

Freizeit in Potts Park, Fahrten auf der Weser und Kanzlers Weide

Auch der Freizeitwert der Stadt ist groß. Der Freizeit- und Erlebnispark „Potts Park“ ist besonders für Kindern von 3 bis 12 Jahren geeignet. Er verfügt nicht über rasante Fahrgeschäfte, hier werden viele Attraktionen mit eigener Muskelkraft bewegt.

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Die Mindener Fahrgastschifffahrt bietet abwechslungsreiche Touren auf der Weser und dem Mittellandkanal, die Mindener Museums-Eisenbahn Fahrten mit einer nostalgischen Dampflokomotive an. Zu den Zielen der Museums-Eisenbahn gehören die Windmühle in Südhemmern, das Hiller Moor oder auch das Besucherbergwerk in Kleinenbremen.

Auf Kanzlers Weide am Ufer der Weser befindet sich die erste und bisher einzige Disc Golf-Anlage in Ostwestfalen-Lippe. Ziel ist es, eine Wurfscheibe mit möglichst wenigen Würfen in die Auffangkörbe des Parcours mit seinen 18 Spielbahnen zu befördern. Wer möchte bringt seine eigenen Discs mit oder kann sich vor Ort welche gegen eine geringe Gebühr ausleihen.

Die Uferpromenade in Minden
Schiff der Mindener Fahrgastschifffahrt auf der Weser

Schöne Ausflugsziele rund um Minden warten darauf entdeckt zu werden. Minden gilt als das Herz des Mühlenkreises. In der Umgebung gibt es eine Vielzahl funktionstüchtiger Mühlen, die von Wind, Wasser, Pferdekraft oder Motoren angetrieben werden.

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Besuchen Sie auch das Kaiser-Wilhelm-Denkmal mit seinem neugestalteten Besucherzentrum im benachbarten Porta Westfalica. Im Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen können Sie dem Glasbläser über die Schulter schauen, wenn er mit ursprünglicher Technik Kunstwerke aus Glas herstellt.

Blick vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf Porta Westfalica und den Jakobsberg
Das Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen