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Wunstorf

 

Im Südosten des Steinhuder Meeres liegt die Stadt Wunstorf, eine Stadt mit mehr als 42.000 Einwohnern die sich auf die Kernstadt und die Gemeinden Blumenau, Bokeloh, Großenheidorn, Idensen, Klein Heidorn, Kolenfeld, Luthe, Mesmerode und Steinhude verteilen. Bekannt ist Wunstorf unter anderem durch den Fliegerhorst, der zwischen Klein Heidorn und Liethe liegt, hier ist das Lufttransportgeschwader 62 beheimatet. Wunstorf liegt etwa 20 Kilometer nordwestlich von Hannover und ist über die Bundesstraßen 441 und 442 gut zu erreichen. Außerdem verfügt die Stadt über einen Bahnanschluss, hier halten S-Bahnen sowie Regionalbahnen an einem der ältesten Bahnanlagen in Niedersachsen. 

Der Name Wunstorf geht zurück auf die frühere Dorfsiedlung „Wonherestorpe“ zurück die um das Jahr 700 herum an gleicher Stelle stand. 871 ist von einem Kloster „Vuonherestorp“ die Rede, die Stiftskirche wird 1010 durch einen Blitzschlag zerstört, 1181 wurden „Wunstorf“ als „civitas“ und ein Graf von Wunstorf erstmalig 1235 in einer Urkunde erwähnt, um 1228 soll eine Burg in Wunstorf gestanden haben. Grund genug der Stadt Wunstorf bei einem Urlaub am Steinhuder Meer einen Besuch abzustatten, viele schöne restaurierte Fachwerkhäuser säumen die mittelalterlichen Gassen der historischen Wasserzucht.  

Kostenpflichtige regelmäßige Stadtführungen finden in den Monaten Mai bis Oktober jeweils am ersten Mittwoch im Monat um 15.00 Uhr statt sowie jeweils am dritten Sonntag im Monat um 14.00 Uhr statt. Auch Sonderführungen für Gruppen sind möglich.

Blick von der Fußgängerzone auf die Markt- oder Stadtkirche St. Bartholomaei
Der Ratskeller in Wunstorf wurde um 1520/21 in seiner jetzigen Form errichtet

Stadtkirche St. Bartholomaei, Ratskeller, Fußgängerzone mit Kuhbrunnen

Wahrzeichen der Stadt ist die Markt- oder Stadtkirche St. Bartholomaei deren Turm schon im 12. Jahrhundert errichtet wurde. An der Kirche beginnt die schöne Fußgängerzone der Stadt. Gegenüber der Stadtkirche steht der Ratskeller, der um 1520/21 in seiner jetzigen Form errichtet wurde wobei der älteste Gebäudeteil aus dem Jahre 1501 stammt. 

Ein sehr schönes Fachwerkhaus ist der Ratskeller in der Fußgängerzone, der um 1520 auf den Kellergewölben aus der Zeit des 13. Jahrhunderts erbaut wurde, nachdem der Vorgängerbau bei der Hildesheimer Stiftsfehde durch ein Feuer ein Opfer der Flammen wurde. Das Gebäude hat eine bewegte Vergangenheit wurde es doch in der Vergangenheit als Gerichtsstätte, Schankwirtschaft, Speicher, Festsaal, Bürgermeister- und Stadtvogtwohnung genutzt. Heute sind im Ratskeller eine Gaststätte sowie Büroräume untergebracht. 

Bummeln Sie doch durch die Fußgängerzone mit ihren vielen kleinen Geschäften oder nehmen Sie sich eine Auszeit in einem der Cafés oder anderen gastronomischen Einrichtungen. Vorbei geht es am Kuhbrunnen der als Symbol für die landwirtschaftliche Bedeutung der Region gilt, der Brunnen stellt einen Bauer da der seine Kuh über ein Feld zieht und dabei von Gänsen beobachtet wird.  

Freitags findet in der Fußgängerzone von 07.00 bis 14.00 Uhr ein Wochenmarkt und jeden Dienstag von 12.00 bis 18.00 Uhr ein kleinerer Markt statt.

Die Markt- oder Stadtkirche St. Bartholomaei
Die ehemalige Abtei wurde 1518 erbaut

Die ehemalige Abtei

Ein besonders schönes Gebäude ist die ehemalige Abtei die 1518 erbaut wurde. Die Abtei war der Wohnsitz der Äbtissin des Stifts im Mittelalter. Während der Hildesheimer Stiftsfehde brannte das Gebäude 1519 nieder und wurde anschließend im spätgotischen Stil wieder aufgebaut. Das besondere an dem Gebäude ist das das Dach, 1710 wurde es verändert und der First um 90 Grad gedreht, aus dieser Zeit stammt auch der seitliche Anbau. Bei einer Sanierung des Gebäudes in den Jahren 1985–1987 erhielt das Dach wieder seine frühere Ausrichtung. Heute ist in der Abtei unter anderem die Stadtbibliothek untergebracht.

Der Kuhbrunnen in der Fußgängerzone
Die evangelische Kirche St. Cosmas und Damian

Kirche St. Cosmas und Damian, Hollesches Haus und Alte Dechanei

Die evangelische Kirche St. Cosmas und Damian geht auf ein 871 durch den Bischof Theoderich von Minden gegründetes Kanonissenstift zurück. Sie erhielt ihren Namen von den Zwillingsbrüdern Cosmas und Damian die einer Legende nach Heilkundigen waren und Kranke unentgeltlich behandelten sowie viele von diesen zum Christentum bekehrten.

Die erste Stiftskirche brannte 1010 aufgrund eines Blitzschlags ab, im Zuge des Wiederaufbaus wurde das ursprüngliche Petrus-Patrozinium abgelöst durch das der Heiligen Cosmas und Damian. Diese Kirche wurde ein weiters Mal umgebaut und in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts durch einen romanischen Bau ersetzt. Noch heute ist die Kirche eines der Wahrzeichen der Stadt.

Entlang der Stiftstraße bzw. um die Kirche herum gruppieren sich schöne Fachwerkhäuser, darunter das Hollesche Haus von 1569 sowie die Alte Dechanei die erstmals urkundlich im Jahre 1570 erwähnt wurde und durch einen Nachfolgebau im Jahre 1633 ersetzt wurde der noch heute steht.

Das Hollesche Haus stammt aus dem Jahre 1569
Eine der Mittelalterlichen Gassen der historischen Wasserzucht

Bürgerpark

Zur Erholung der Einwohner der Stadt wurde der Bürgerpark angelegt, eine kleine Parkanlage mit Spielplatz und Fitnessgeräten. Ein Kulturverein führt hier regelmäßig kostenfreie Veranstaltungen durch.  

Der Bürgerpark ist eine kleine Parkanlage mit Spielplatz und Fitnessgeräten
Die Lange Straße in Wunstorf ist Fußgängerzone

Steinhude

Der direkt am Steinhuder Meer liegende staatlich anerkannte Erholungsort Steinhude, Ortsteil von Wunstorf, ist Namensgeber für Niedersachsens größtem See. Einst ein kleines Fischerdorf, ist Steinhude neben Mardorf der wichtigste Touristenort am See. Noch heute erzählen Fischernetze, Reusen, Boote und Torfkähne auf nostalgische Weise von der Geschichte des Ortes. 

Ende des 13. Jahrhunderts wurde Steinhude erstmals als „Stenhuthe“ urkundlich erwähnt. 1641 wurde das Fischerdorf fast vollständig zerstört. Neben dem Fischfang und der Landwirtschaft zählte im 18. Jahrhundert die Leineweberei zum wichtigsten Wirtschaftszweig. Mitte des 18. Jahrhunderts entstand in Steinhude eine Schokoladenfabrik, eine der ersten in Deutschland. Heute ist der Tourismus der wichtigste Wirtschaftszweig.

An der Strandpromenade in Steinhude
Bootssteg in Steinhude

Das Scheunenviertel

Sehenswert ist das Scheunenviertel das auf das Jahr 1756 zurück geht als 20 bis 25 Scheunen am Ortsrand standen in denen das Heu und Stroh der Landwirte lagerte. Vor den Scheunen wurde das Getreide gedroschen und das Heu getrocknet. Außerdem wurde der Platz vor den Scheunen für Festveranstaltungen genutzt. Als die Landwirtschaft in Steinhude an Bedeutung verlor verringerte sich auch die Bedeutung des Scheunenviertels, einige Scheunen brannten ab oder verfielen.  

Im Rahmen eines Projekts der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover wurden die Scheunen renoviert. Heute sind in den Scheunen u.a. die Tourist-Information, das Informations-Zentrum des Naturparks, eine Kunstscheune sowie Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomische Betriebe untergebracht. Auf dem Platz vor den Scheunen finden zahlreiche Veranstaltungen statt.

Das Scheunenviertel in Steinhude
Die Petruskirche in Steinhude

Badeinsel und Windmühle Paula

Besonders beliebt ist die künstlich angelegte Badeinsel die mit ca. 35.000 m² ein idealer Badeort mit gepflegtem Sandstrand, großzügigen Liegewiesen und zwei großen Spielplätzen ist. Neben Beach-Volleyball-Turnieren werden auf der Insel Sommerkonzerte und Kabarett-Abende abgehalten.

Wahrzeichen von Steinhude ist die Windmühle Paula, eine Holländermühle die 1863 in Braunschweig errichtet und 1912 nach Steinhude gebracht wurde wo sie eine aus dem Jahre 1670 stammende Bockwindmühle ersetzte die 1911 durch einen Blitzeinschlag zerstört wurde.

Die Strandterrassen in Steinhude
Der Wassererlebnispark in Steinhude

Strandpromenade und Schifffahrt auf dem Steinhuder Meer

Eine schöne befestigte Strandpromenade führt bis zum Hafen von Steinhude, sie ist Ausgangspunkt für Fahrten mit Tret,- Ruder- oder Motorbooten sowie berühmt für ihre Sonnenuntergänge. Bekannt sind auch die Fisch- und Aalräuchereien die den Fisch entweder zum Mitnehmen oder auf die Hand im Fischbrötchen anbieten.  

Oder Sie setzen sich in eines der Lokale im Ort, hier sind Fischspezialitäten ein Schwerpunkt auf der Speisekarte. Fahrgastschiffe und die für das Steinhuder Meer so typischen „Auswanderer“ bieten Linienfahrten, Rundfahrten auf dem See bzw. Fahrten zur Insel Wilhelmsstein an. 

Störche im Nest am Ortsrand von Steinhude
Das Fahrgastschiff "Steinhude" auf dem Steinhuder Meer

Schmetterlingszoo und Fischer- und Webermuseum

Unweit der Strandterrassen befindet sich der Schmetterlingszoo der rund 400 tropische Schmetterlinge in ca. 40 verschiedenen Arten beherbergt. Hier werden viele tropische Schmetterlinge, darunter der Schwalbenschwanz, der Himmelsfalter, der Passionsblumenfalter, der Bananenfalter und der zweitgrößte Schmetterling der Welt, der Atlasfalter, gezüchtet. In der Tropenhalle fliegen die Schmetterlinge frei zwischen den exotischen Pflanzen hin und her.   

Das angrenzende Insektenmuseum zeigt einen Querschnitt aus Schmetterlingen, Käfern, Spinnentieren und Insekten. Der Insektenzoo beherbergt zahlreiche Großkäfer, Gespenstschrecken, Vogelspinnen und Skorpione in naturnahen Biotopen aus Südamerika, Südostasien und Afrika.  

Das Fischer- und Webermuseum zeigt, wie das Leben vor über 100 Jahren in Steinhude war. Es zeigt Exponate aus dem Leben der Fischer und Weber. 2012 wurde das Fischer- und Webermuseum mit dem Spielzeugmuseum Steinhude zusammengelegt.

Das Hagenburger Schloss am Hagenburger Kanal
Im Moor hinter Steinhude liegender Auswanderer