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Deutschland, Skandinavien und Traumziele der Erde 

Das direkt am Steinhuder Meer liegende staatlich anerkannte Erholungsort Steinhude, Ortsteil von Wunstorf, ist Namensgeber für Niedersachsens größtem See. Einst ein kleines Fischerdorf, ist Steinhude neben Mardorf der wichtigste Touristenort am See. Noch heute erzählen Fischernetze, Reusen, Boote und Torfkähne auf nostalgische Weise von der Geschichte des Ortes. 
 
Ende des 13. Jahrhunderts wurde Steinhude erstmals als „Stenhuthe“ urkundlich erwähnt. 1641 wurde das Fischerdorf fast vollständig zerstört. Neben dem Fischfang und der Landwirtschaft zählte im 18. Jahrhundert die Leineweberei zum wichtigsten Wirtschaftszweig. Mitte des 18. Jahrhunderts entstand in Steinhude eine Schokoladenfabrik, eine der ersten in Deutschland. Heute ist der Tourismus der wichtigste Wirtschaftszweig.
An der Strandpromenade in Steinhude
Bootssteg in Steinhude
Sehenswert ist das Scheunenviertel das auf das Jahr 1756 zurück geht als 20 bis 25 Scheunen am Ortsrand standen in denen das Heu und Stroh der Landwirte lagerte. Vor den Scheunen wurde das Getreide gedroschen und das Heu getrocknet. Außerdem wurde der Platz vor den Scheunen für Festveranstaltungen genutzt. Als die Landwirtschaft in Steinhude an Bedeutung verlor verringerte sich auch die Bedeutung des Scheunenviertels, einige Scheunen brannten ab oder verfielen. 
 
Im Rahmen eines Projekts der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover wurden die Scheunen renoviert. Heute sind in den Scheunen u.a. die Tourist-Information, das Informations-Zentrum des Naturparks, eine Kunstscheune sowie Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomische Betriebe untergebracht. Auf dem Platz vor den Scheunen finden zahlreiche Veranstaltungen statt.
Das Scheunenviertel in Steinhude
Die Petruskirche in Steinhude

Besonders beliebt ist die künstlich angelegte Badeinsel die mit ca. 35.000 m² ein idealer Badeort mit gepflegtem Sandstrand, großzügigen Liegewiesen und zwei großen Spielplätzen ist. Neben Beach-Volleyball-Turnieren werden auf der Insel Sommerkonzerte und Kabarett-Abende abgehalten.

Wahrzeichen von Steinhude ist die Windmühle Paula, eine Holländermühle die 1863 in Braunschweig errichtet und 1912 nach Steinhude gebracht wurde wo sie eine aus dem Jahre 1670 stammende Bockwindmühle ersetzte die 1911 durch einen Blitzeinschlag zerstört wurde.

Die Strandterrassen in Steinhude
Der Wassererlebnispark in Steinhude
Eine schöne befestigte Strandpromenade führt bis zum Hafen von Steinhude, sie ist Ausgangspunkt für Fahrten mit Tret,- Ruder- oder Motorbooten sowie berühmt für ihre Sonnenuntergänge. Bekannt sind auch die Fisch- und Aalräuchereien die Fisch entweder zum Mitnehmen oder auf die Hand im Fischbrötchen anbieten. 
 
Oder Sie setzen sich in eines der Lokale im Ort, hier sind Fischspezialitäten ein Schwerpunkt auf der Speisekarte. Fahrgastschiffe und die für das Steinhuder Meer so typischen „Auswanderer“ bieten Linienfahrten, Rundfahrten auf dem See bzw. Fahrten zur Insel Wilhelmsstein an. 
Störche im Nest am Ortsrand von Steinhude
Das Fahrgastschiff "Steinhude" auf dem Steinhuder Meer
Unweit der Strandterrassen befindet sich der Schmetterlingszoo der rund 400 tropische Schmetterlinge in ca. 40 verschiedenen Arten beherbergt. Hier werden viele tropische Schmetterlinge, darunter der Schwalbenschwanz, der Himmelsfalter, der Passionsblumenfalter, der Bananenfalter und der zweitgrößte Schmetterling der Welt, der Atlasfalter, gezüchtet. In der Tropenhalle fliegen die Schmetterlinge frei zwischen den exotischen Pflanzen hin und her.  
 
Das angrenzende Insektenmuseum zeigt einen Querschnitt aus Schmetterlingen, Käfern, Spinnentieren und Insekten. Der Insektenzoo beherbergt zahlreiche Großkäfer, Gespenstschrecken, Vogelspinnen und Skorpione in naturnahen Biotopen aus Südamerika, Südostasien und Afrika. 
 
Das Fischer- und Webermuseum zeigt, wie das Leben vor über 100 Jahren in Steinhude war. Es zeigt Exponate aus dem Leben der Fischer und Weber. 2012 wurde das Fischer und Webermuseum mit dem Spielzeugmuseum Steinhude zusammengelegt.
Schloss Hagenburg mit Kanal im benachbarten Hagenburg
Im Moor hinter Steinhude liegender Auswanderer