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Rinteln - schöne Fachwerkhäuser im Stile der Weserrenaissance

Die historische Stadt Rinteln, landschaftlich reizvoll zwischen den Höhen des Lippischen Berglandes, dem Süntel und dem Wesergebirge gelegen, ist ein architektonisches Kleinod und einen Besuch wert. Nehmen Sie sich Zeit und entdecken Sie Rinteln entweder auf eigene Faust oder lassen Sie sich bei einer historischen Führung die Stadt zeigen.

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 Sie werden verzaubert sein von den vielen schönen Fachwerkhäusern die im Stile der Weserrenaissance errichtet wurden. Die Anfänge der Stadt gehen zurück auf das späte 11. Jahrhundert, im Mittelalter war Rinteln von einer Stadtmauer umgeben, die in der Neuzeit zu einer Festung ausgebaut wurde.

Zentrum der Stadt ist der historische Marktplatz, zahlreiche Geschäfte in der Fußgängerzone der Stadt mit ihrem Altstadt-Flair laden zum ausgiebigen Einkaufsbummel ein. In Rinteln hat das Grimm-Märchen „Tischlein deck dich“ seine Wurzeln, hier wurde 1750 Marie Eleonore Storck geboren, die das weltberühmte Märchen überlieferte.

Ratskeller Rinteln
Bürgerhaus, Ratskeller und Turm der St. Nikolaikirche

Geschichte von Rinteln

Erste Vorläufer der Stadt, das früher „Renthene“ oder später „Oldenrintelen“, konnte bereits für die Zeit um 1150 am Nordufer der Weser nachgewiesen werden. Vermutlich viel die Siedlung der Pest um das Jahr 1350 zum Opfer, Spuren dieser Siedlung wurden erst in jüngerer Zeit entdeckt. 1235 wurde Rinteln durch Graf-Adolf IV. von Holstein-Schaumburg am gegenüberliegenden Südufer auf einer Talsandinsel der Weser erbaut.

1239 erhielt Rinteln das Stadtrecht nach Lippstädter Vorbild, wenig später wurde die Stadt befestigt. Im 14. Jahrhundert erfolgte ein großer Aufschwung, die Stadt hatte eine verkehrsgünstige Lage an einer Weserbrücke, dazu kamen zusätzliche Privilegien wie das Wegezollrecht sowie das Messeprivileg. Es begann der Bau einer Stadtmauer (1257), im 14. Jahrhundert wurden zahlreiche Siedlungen vor der Stadt aufgegeben, die Bewohner zogen in das geschützte Rinteln das um 1450 mit einem Landwehrsystem und drei Wachtürmen umgeben war. Die Lage der Stadt unterstützte den Handel besonders mit Bremen und den Niederlanden.

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Der stetig gewachsene Wohlstand zeigte sich in den Jahrzehnten vor dem Dreißigjährigen Krieg an den aufwendigen Fachwerk- und Sandsteinbauten der Weserrenaissance. Einige noch vorhandene Bauten entstammen dieser Blütezeit. In den Jahren 1624 und 1625 starb ein Drittel der Bevölkerung an der von Soldaten eingeschleppten Pest. Nach dem Krieg sorgte die Universität für einen Aufschwung die von 1619 bis 1810 bestand. 

Während des Siebenjährigen Krieges (1757) und in den napoleonischen Kriegen (1806) erfolgte eine mehrjährige Besetzung der Stadt. Napoleon ließ 1807 die Festungswerke schleifen, zwei Jahre später wurde die Universität geschlossen. 1847 wurde die im 17. Jahrhundert zerstörte Weserbrücke mit steinernen Pfeilern wiedererrichtet. 1875 wurde die Bahnlinie Elze-Löhne eingeweiht, Rinteln erlangte damit eine günstige Verkehrslage zwischen den Wirtschaftszentren in Berlin und Köln. Während des 2. Weltkrieges entging die Stadt nur knapp der Bombardierung, die notwendige Unterbringung der Flüchtlinge sorgte dafür das sich die Einwohnerzahl fast verdoppelte. Heute leben rund 26.000 Einwohner in Rinteln und seinen 19 Ortsteilen.

Der Marktplatz in Rinteln
Die Fußgängerzone in Rinteln

Anreise in die Stadt

Rinteln liegt verkehrsgünstig an der Autobahn A2 „Dortmund-Berlin“, nehmen Sie die Ausfahrt Bad Eilsen/West. Dann geht es weiter über die Bundesstraßen 83 und 238. Im gesamten Weserbergland wird der öffentliche Nahverkehr mit Bussen bedient, besonders die Ortszentren werden dabei mehrfach täglich angesteuert. 

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Rinteln liegt an der Bahnstrecke Elze-Löhne, die Züge der Nordwestbahn verkehren wochentags im Stundentakt, am Wochenende alle zwei Stunden. Fernbusse halten im 14 Kilometer entfernten Hessisch Oldendorf, von hier aus geht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter. Wer mit dem Flugzeug anreist nutzt entweder den ca. 65 km entfernten Flughafen Hannover-Langenhagen oder alternativ den ca. 100 Kilometer entfernten Flughafen Paderborn-Lippstadt.

Fachwerkhaus mit schönem Giebel
Oberer Eisenhammer Rinteln

Sie können die Stadt auf eigene Faust erkunden oder alternativ an einer der angebotenen Führungen teilnehmen. Bei einer der Gästeführungen erfahren Sie von den geschulten Gästeführern allerlei wissenswertes über die Stadt, manche spannende Geschichte wird erzählt. Die öffentlichen Gästeführungen finden in der Regel von April bis Oktober statt, individuelle Gästeführungen können das ganze Jahr über gebucht werden.

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Begeben Sie sich auf eine kostümierte Führung zur Stadtgeschichte und hören Sie Anekdoten aus dem Leben der Rintelner Bürger. Oder begleiten Sie den Nachtwächter auf seiner abendlichen Tour durch die Rintelner Altstadt und lassen Sie sich Geschichten aus seinem Leben und dem vergangenen Rinteln erzählen. Auch individuell auf Sie abgestimmte Führungen sind möglich, Informationen zu allen Führungen erhalten Sie in der Tourist-Information am Marktplatz.

Die Weser bei Rinteln
Ehemaliger Wachturm in Rinteln

Marktplatz Rinteln

Der Marktplatz ist gesäumt von schönen Fachwerkhäusern, herausstechend ist aber der Ratskeller, das frühere Rathaus der Stadt dessen Anfänge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Die Fassade des Gebäudes wurde im 16. Jahrhundert im Stil der Weserrenaissance umgestaltet. Heute dient der Ratskeller als Restaurant und Veranstaltungsstätte.

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Schräg gegenüber dem Ratskeller befindet sich das Bürgerhaus das ab 1900 Sitz der Stadtverwaltung wurde. An der Stelle des Bürgerhauses stand hier 1750 ein einstöckiger Steinbau der ein Teil der damaligen hessischen Festung war und als Hauptwache diente. Nach der Schleifung der Festung beherbergte das Gebäude zeitweilig das Landgericht und das Polizeigefängnis.

Historischer Marktplatz mit Ratskeller, Bürgerhaus und Fachwerkhäusern
Der Ratskeller in Rinteln

Wahrzeichen St. Nikolaikirche

Direkt hinter dem Marktplatz steht das Wahrzeichen Rintelns, die St. Nikolaikirche mit ihrem weithin sichtbaren Turm. Ursprünglich ab 1238 als Basilika errichtet erfolgte im 14. Jahrhundert der Umbau zur Hallenkirche.

1788 bis 1803 erhielt die bestehende Turmspitze eine barocke Laterne. Bedeutend ist die Grabplatte sowie ein Bildnis des 1632 beigesetzten Theologieprofessors und Superintendenten Josua Stegmann der der Schöpfer des Kirchenliedes „Ach bleib mit Deiner Gnade“ war.

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Direkt hinter der Kirche steht ein besonders schönes Bürgerhaus, ein reich verzierter Renaissance-Fachwerkbau aus dem Jahr 1620 der viele Jahre lang das Schaumburgische Heimatmuseum beherbergte.

Die St. Nikolai-Kirche in Rinteln
Das Bürgerhaus am Marktplatz

Weserstraße Haus Nummer 11, Prinzenhof, Jakobi-Haus und Rathaus

In der Weserstraße steht das Haus Nummer 11, ein Fachwerkhaus mit sehr schönem Giebel. In diesem Gebäude war ab dem 17. Jahrhundert die Universitätskommisse untergebracht die als Gasthaus und Studentenwohnheim der „Academia Ernestina“ diente. 

Der Prinzenhof, ein Renaissance-Fachwerkbau, diente nach dem 30-jährigen Krieg den hessischen Regenten als Hauptquartier. Heute ist der Prinzenhof der Sitz der Sparkasse Schaumburg.

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Benachbart steht die Jakobi-Kirche die ein Teil des ehemaligen Nonnenklosters war. In die Räume des Klosters zog 1621 die Rintelner Universität ein. Nach der Aufhebung der Hochschule im Jahre 1810 dienten die Gebäude als Gymnasium die 1875 einem Neubau weichen mussten.

Neben der Schule steht das heutige Rathaus, ein Gebäude das 1898 mit einer der Renaissance nachempfundenen Sandsteinfassade versehen ist.  

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Renaissance-Fachwerkbau von 1620
Schöne Fachwerkwerkhäuser säumen den Marktplatz

Eulenburg mit Rintelner Museum und die Erlebniswelt Steinzeichen

In der „Eulenburg“, einem historischen Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, ist das Rintelner Museum untergebracht und führt durch 800 Jahre Stadtgeschichte, Wissenschaft und Hexenverfolgung.

Ein Industriedenkmal der besonderen Art sind die ehemaligen Betriebsstätten des Unteren und Oberen Eisenhammers im Ortsteil Exten. Hier wurde seit 1710 über einem Hammergraben Wasser auf die Mühlräder geleitet, die „Schwanzhämmer“ und später „Federhämmer“ antrieben. Noch im Jahre 1950 wurden hier Spaten, Hacken und Werkzeuge in Handarbeit geschmiedet. Die Ausstellungen zeigen die komplett erhaltene alte und funktionstüchtige Handwerkstechnik.

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Im 16 Hektar großen Freizeit- und Kulturpark „Erlebniswelt Steinzeichen“, einem EXPO-Projekt, sind Attraktionen aus den Bereichen Mensch – Natur – Technik entstanden. Auf einem 1.250 Meter langen Rundweg wird Wissen rund um die Erdgeschichte, den Menschen sowie über den Stein vermittelt. Wahrzeichen der „Erlebniswelt Steinzeichen“ ist der Jahrtausendblick, ein skulpturales Treppenbauwerk mit 156 Stufen, das in 250 Meter Höhe eine fantastische Aussicht auf den Kamm des Wesergebirges gewährt.

Der Obere Eisenhammer
Die Weserbrücke in Rinteln

Doktorsee mit großem Freizeitangebot

Ca. 2 Kilometer von Rinteln entfernt lockt die Ferien- und Freizeitanlage „DoktorSee“ mit einem breitgefächerten Angebot an Unterbringungs- und Freizeitmöglichkeiten. Eine großzügige Camping-Anlage mit Sanitäranlagen, Mietwohnwagen sowie Ferienappartements oder Ferienhäuser unterschiedlicher Größe sorgen für Übernachtungsmöglichkeiten.

Ein großer Badesee mit einem 800 Meter langen Badestrand und einer 80 Meter langen Großwasserrutsche mit 11 m langem Tunnel runden das Angebot ab. Ein Wellnesstag kann in der 600 Quadratmeter großen Saunalandschaft „SeeSpa“ mit einer Blockbohlensauna finnischer Art, einer Salzkristallsauna, einem Dampfbad, einer Infrarot-Wärmekabine sowie verschiedenen Massagen eingelegt werden.

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 Auf dem See kann gesegelt, gepaddelt, gesurft, gerudert oder mit dem Tretboot gefahren werden. Ein Tennisplatz, ein Volleyballfeld, Tischtennisplatten, Minigolf und eine automatische Doppelkegelbahn sind am See ebenso wie sechs Kinderspielplätze vorhanden. 

Ein großes Animationsprogramm mit Veranstaltungen wie Riverboat-Party, Tretbootregatta oder Dart-Turnier bieten jede Menge Spaß. Höhepunkte sind das große Sommerfest „Doktorsee in Flammen“ mit Livemusik, Tanz und Höhenfeuerwerk – jeweils am 4. Wochenende im Juli oder ein großes Oldtimertreffen am 1. Wochenende im August. Drei Gasthäuser direkt am See sorgen mit gut bürgerlicher Küche für das leibliche Wohl.

Der Doktorsee in Rinteln
Die Fußgängerzone in Rinteln

Fahrradtour im Weserbergland

Das Weserbergland eignet sich gut für eine Fahrradtour. Sehr beliebt ist der Weser-Radweg der zu den Highlights im Weserberglandes gehört. Sehr schön ist auch der 17 Kilometer lange Emmer-Radweg zwischen Emmerthal und der Kurstadt Bad Pyrmont, ein abwechslungsreicher Radweg mit hohem Erlebniswert.

Probieren Sie doch eine der verschiedenen thematischen Radtouren aus die Sie zu besonders schönen Plätzen in der Region führt. Einen Tourenwegweiser erhalten Sie gegen Gebühr in der Tourist-Information. Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten sind auf Fahrradfahrer eingestellt und wurden vom ADFC zertifiziert.

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Auch die Wandermöglichkeiten sind fast unbegrenzt. Die Wanderregion Weserbergland wird von zahlreichen Fernwanderwegen durchzogen. In der Region Rinteln und Porta Westfalica können Sie zahlreiche Wanderparkplätze ansteuern die ein idealer Ausgangspunkt für Rundwanderwege sind. Die Tourist-Information berät Sie gerne.

Ein Ausflug der besonderen Art ist eine Draisinentour auf der Strecke der historischen Extertalbahn durch das schöne Extertal von Rinteln bis nach Alverdissen. Der Startpunkt befindet sich in der Extertalstraße 35. Entlang der 18 Kilometer langen Strecke sind Picknickplätze und Gasthöfe beliebte Anlaufstellen, um Pausen einzulegen.

Der Prinzenhof
Das erste Nachtwächter-Denkmal Deutschlands

Ausflugziele rund um Rinteln

Dank der guten Lage können Urlauber viele schöne Ausflugsziele im Weserbergland innerhalb kurzer Zeit erreichen. Ein lohnendes Ausflugsziel ist z.B. die schon vom weiten sichtbare Schaumburg auf dem Kesselberg. Die alten Mauern und die alte Gerichtslinde sowie die geheimnisvollen Sagen entführen Sie zurück ins Mittelalter. Von der Spitze des Georgturms haben Sie eine tolle Aussicht nach Süden und die im Tal fließende Weser.

Anschließend können Sie auf der Bundesstraße 83 weiterfahren nach Hameln wo die Sage vom berühmten Rattenfänger erlebbar wird. In Bad Pyrmont ist der Kurpark mit seinem Palmengarten einen Besuch wert.

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In der anderen Richtung liegt Porta Westfalica, auch hier ist eine Sage überliefert. Da die Bewohner des Wesertales dem Teufel nicht dienen wollte sorgte er dafür das das Wasser im Tale anschwoll so das sich die Bewohner auf die Berge retten mussten. Hier flehten Sie zu Gott er möge doch ein Einsehen haben. Ein Gewitter mit einem Sturm kam auf, ein Blitz spaltete das Gebirge und bildete eine Schlucht durch die das Wasser abfließen konnte. Der geteilte Höhenzug sind das Weser- und Wiehengebirge, die Bergflucht heißt seitdem Westfälische Pforte.

Der Kurpark in Bad Pyrmont
Blick von der Porta Westfalica

Unterkünfte in Rinteln

Rinteln und Umgebung bieten eine breite Palette an Unterkunftsmöglichkeiten. Übernachtung im Burghotel (Schaumburg), Übernachtung im Luxushotel mit angeschlossenem Golfplatz (Schlosshotel Münchhausen), Übernachtung im Baumhaushotel (Aerzen) oder Übernachtung im Heuhotel im weichen Heu, gerade für Kinder ist das bestimmt eine aufregende Alternative, hier findet sicher jeder das passende Angebot für sich. 

Und am Doktorsee ist die Übernachtung in Ferienwohnungen und -häusern sowie in Chalets und Ferienlodges direkt am See möglich. Zahlreiche Camping- und Wohnmobilstellplätze entlang der Weser, vom kleinen und gemütlichen Reisemobilstellplatz bis hin zum großen Campingplatz mit Spaßfaktor für die ganze Familie, vervollständigen das Angebot.

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Am Marktplatz steht das Bürgerhaus
Die Jakobi-Kirche