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Königslutter an der Deutschen Fachwerkstraße

Die Stadt Königslutter liegt an der Nord-Ost-Seite des kleinen Höhenzugs Elm der weitestgehend siedlungsfrei ist und einer der größten Buchenwälder in Norddeutschland hat. In Königslutter mit seinen 17 Ortschaften leben rund 16.000 Einwohner, das Stadtgebiet wird dominiert vom Kaiserdom.

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Schöne Fachwerkhäuser aus unterschiedlichen Epochen, besonders rund um den Marktplatz, prägen das Stadtbild. Bekannt wurde die Stadt besonders im 17. Jahrhundert als das Duckstein-Bier mit dem Wasser der Lutter in der Stadt gebraut wurde, es war ein begehrtes Exportgut und bescherte Königslutter eine Blütezeit. Durch die Stadt führt die Deutsche Fachwerkstraße. Braunschweig ist etwa 23 Kilometer entfernt, Wolfsburg etwa 20 Kilometer. 

Der Dom in Königslutter
Die Lutterquelle

Geschichte der Stadt

Die Stadt Königslutter entstand aus dem Dorf Lutter, es wurde im Jahre 1135 erstmals als Lûtere urkundlich erwähnt. Der Name ist abgeleitet aus dem Bach Lutter der in Ortsnähe seine Quelle hat. Um das Jahr 1200 herum baute der Herzog von Braunschweig östlich des Ortskerns eine Wasserburg unter deren Schutz sich die Stadt zum Marktort entwickelte und um das Jahr 1400 seine Stadtrechte verliehen bekam. 

Zu dieser Zeit setzte sich auch der Name Konnigesluttere durch aus dem abgeleitet der Name Königslutter entstanden ist. Die gute Lage an der Handelsstraße Braunschweig-Magdeburg aus der die heutige Bundesstraße 1 entstanden ist, dem Handel mit Kalkstein aus dem Elm und den Wallfahrten zum Kaiserdom, haben die Entwicklung Königslutters gefördert.

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Dazu kam das 73 Brauhäuser berechtigt waren das Duckstein-Bier, ein obergäriges Weizenbier, mit dem kalkhaltigen Bachwasser der Lutter zu brauen. Das Bier war ein Exportschlager in viele deutsche Städte, wurde aber auch am Hofe des preußischen Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. sehr geschätzt. 

Samuel Hahnemann, der als Begründer der Homöopathie gilt, praktizierte von 1796 bis 1799 in Königslutter und stellte Medikamente selbst her, verließ aber wegen der Anfeindungen der Apotheker die Stadt. 1924 wurden die bis dahin selbständigen Dörfer Oberlutter und Stiftlutter in die Stadt eingegliedert, 1974 folgten die restlichen der Ortsteile und die Bevölkerung stieg damit auf 16.000 Einwohner an.

In Königslutter praktizierte Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie
Die typische Landschaft am Rande des Elms

Anreise nach Königslutter

Königslutter ist verkehrstechnisch gut erreichbar. Durch den Ortsteil Ochsendorf verläuft die Autobahn 2, mitten durch die Stadt geht die Bundesstraße 1. Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Braunschweig-Magdeburg und bietet damit schnelle Anschlüsse nach Braunschweig, Helmstedt und Magdeburg.

Auch mit Fernbussen aus vielen deutschen Städten ist Königslutter erreichbar. Nächster Flughafen ist Hannover-Langenhagen der ca. 90 Kilometer entfernt liegt.

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Der Marktplatz der Stadt
Der Kräutergarten im Park am Dom

Die Tourist-Information der Stadt biete verschiedene gebührenpflichtige Führungen an. Von April bis Oktober findet an jedem ersten Samstag im Monat jeweils um 15.30 Uhr eine öffentliche Stadtführung oder eine Erlebnisführung statt. Unter folgendem Link können Sie eine PDF-Datei öffnen mit einem Angebotsflyer für die von der Stadt angebotenen Führungen:

https://www.koenigslutter.de/pics/medien/1_1516704027/Fuehrungsangebote_in_Koenigslutter.pdf

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Einer der kleinen Teiche im Park am Dom
Der Ententeich am Kaiserdom

Die Stiftskirche in Königslutter

Das alles überragende Gebäude der Stadt ist zweifelsohne die Stiftskirche, die heute allgemein auch als Kaiserdom bekannt ist und zu den eindrucksvollsten romanischen Bauten in Niedersachsen gehört. Kaiser Lothar III. stiftete sie im Jahre 1135 als Klosterkirche eines von ihm gegründeten Benediktinerklosters und als Grabstätte für sich und seine Familie.

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Fertiggestellt wurde der Dom unter Heinrich dem Löwen im Jahre 1170. Das Gebäude, eine kreuzförmige Pfeilerbasilika, besaß für die damalige Zeit erstaunliche Ausmaße. Die beiden Westtürme wurden erst im 15. Jahrhundert fertiggestellt. Im späteren Mittelalter war die Kirche ein bekannter Wallfahrtsort, Hauptwallfahrtstag war der 29. Juni, das Fest der beiden Apostel Peter und Paul.

Die Bauweise des Domes war Vorbild für viele andere Sakralbauten. Eine Führung durch den Dom (gegen Gebühr) ist möglich, eine Voranmeldung in der Tourist-Information ist erforderlich. Die Führung dauert ca. 1 Stunde.

Auf dem Weg zum Kaiserdom
Der von Bäumen verdeckte Kaiserdom

Kaiser-Lothar-Linde und der Park am Dom

Ein Naturdenkmal von überregionaler Bedeutung ist die Kaiser-Lothar-Linde vor dem Dom deren Alter auf etwa 900 Jahre geschätzt wird. Mit ihrer Höhe von 23 Meter und ihrem Stammumfang von 12,37 Meter zählt sie zu den ältesten und dicksten Linden in Niedersachsen. Die im Volksmund genannte „tausendjährige Linde“ soll von Kaiser Lothar persönlich in Auftrag gegeben worden sein.

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Die Kaiser-Lothar-Linde
Die Stiftskirche wird heute Kaiserdom genannt

Rund um den Dom ist ein sehr schöner Park angelegt worden der im jeden Fall einen Besuch wert ist. Der Weg führt durch einen Kräutergarten und vorbei an einem künstlich angelegten Wasserfall. Aufgestellte Bänke laden zum Rasten ein. Auch ein Spaziergang um den nahegelegenen Ententeich der von schönen Bäumen umpflanzt ist kann empfohlen werden.  

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Park rund um den Dom in Königslutter
Der künstlich angelegte Wasserfall

Marktplatz Königslutter

Zentrum der Stadt ist der schöne Marktplatz, flankiert wird dieser von einem Café und Restaurants, das Café mit Außengastronomie lädt bei schönem Wetter zum verweilen ein.

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Diverse Geschäfte befinden sich in der Nähe des Marktplatzes bzw. der vom Marktplatz abgehenden Fußgängerzone. Donnerstags findet hier ein Wochenmarkt mit regionalen Produkten statt. Ein weiteres sehr schönes Gebäude ist das am Marktplatz stehende Rathaus der Stadt.

Das Rathaus am Marktplatz
Der Marktplatz von Königslutter

Stadtkirche St. Sebastian und Fabian und Geopark-Infozentrum

Neben dem Marktplatz befindet sich die romanisch-gotische Stadtkirche St. Sebastian und Fabian, eine Hallenkirche deren älteste Teile aus dem 12. Jahrhundert stammen und im 18. Jahrhundert ca. 500 Personen Platz bot.

Zwischen dem Rathaus und der Stadtkirche St. Sebastian und Fabian befindet sich das Geopark-Infozentrum, hier können Sie sich auf vier Etagen über die Landschafts- und Erdgeschichte des Braunschweiger Landes informieren. Der größte Geopark Deutschlands reicht von Wolfsburg im Norden bis Allstedt im Süden.

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Die romanisch-gotische Stadtkirche St. Sebastian und Fabian
Hinter dem Rathaus befindet sich die Stadtkirche St. Sebastian und Fabian

Aufgrund der vorhandenen silberhaltigen Erzen, der fruchtbaren Böden sowie der Energieträger Holz und Wasserkraft war das Gebiet des Geoparks ein Machtzentrum des Römischen Reiches. Gesteine, Fossilien und Bilder informieren über die Landschafts- und Erdgeschichte des Braunschweiger Landes.

Außerdem beherbergt das Infozentrum die wesentlichen Teile der Otto-Klages-Sammlung bestehend aus Über zwanzigtausend Fossilien, Steine und Mineralien aus der nahen Umgebung, aber auch aus Europa und der ganzen Welt. 

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Interessant ist auch das Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen. Auf Erlebnispfaden, in Erlebnisgärten und in Steinbrüchen erfahren Sie mehr über die Geologie- und Landschaftsbildung sowie über die Tier- und Pflanzenwelt, Begleithefte geben sinnvolle Informationen zu den genannten Themen. Angeboten werden auch Führungen und Veranstaltungen für Gruppen aller Altersstufen.  

Das Geopark-Infozentrum
Die romanisch-gotische Stadtkirche St. Sebastian und Fabian

Museum für mechanische Musikinstrumente

Im Museum für mechanische Musikinstrumente werden 250 Objekte aus 250 Jahren ausgestellt, von der 1,5 cm x 1,5 cm kleinen Spieluhr bis hin zur 3 Meter x 4 Meter großen Karussellorgel. Zu jedem Instrument gibt es Informationen über die Funktionsweise und die Geschichte die für die Besucher verständlich aufbereitet wurden.

Im selben Gebäude ist auch das Dom- und Steinmetzmuseum untergebracht, es berichtet anschaulich über die Baugeschichte des Doms und das traditionelle Handwerk der Steinmetze.

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Das Museum für mechanische Musikinstrumente
Blick auf den Kaiserdom

Die Lutterquelle

Am Rande des Elms entspringt die Lutter aus einer Karstquelle die zu den stärksten Quellen Norddeutschlands zählt. Aus der Quelle sprudeln durchschnittlich 230 Liter in der Sekunde, pro Tag sind das rund 20.000 m³. Die Lutterquelle gab der Stadt Königslutter ihren Namen.

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Die Lutterquellen bestehen aus sieben Quellen, neben der Hauptquelle die durch ein barockes Gewölbe eingefasst wurde bestehen weitere Quelltöpfe in naturnahem Zustand. Der Abt-Fabricius-Weg, der vom Kaiserdom bis zum Erlebnissteinbruch Hainholz geht, führt auch entlang des Luttersprings. Viele Auskunftstafeln erklären die Quellen oder die am Wegesrand stehenden Bäume.

Einer alten Ortssage nach soll im Mittelalter ein reicher Mann bei einem starken Gewitter mit seiner Kutsche vom Wege abgekommen sein und im letzten Quelltopf versunken sein. Deshalb wird dieser Quelltümpel auch „Kutcherloch“ genannt.

Die Lutterquelle mit Brunnenhaus
Das Kutscherloch

Höhenzug Elm

Der kleine Höhenzug Elm, an dessen Nord-Ost-Seite die Stadt Königslutter liegt, ist ein weitgehend siedlungsfreier Buchenwald. Er besteht aus fossilreichem Kalkstein der im Mittelalter als Elmkalkstein ein begehrter Baustoff war.

Der Elm ist Teil des 470 Quadratkilometer großen Naturparks Elm-Lappwald der aus Wäldern, Mooren, Heideflächen und kleinen Seen besteht. Im Naturpark kommen rund 800 Pflanzenarten und ist Lebensraum für viele Vögel, Säugetiere und Amphibien.

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Blick auf den Elm
Die Waldgaststätte Tetzelstein

Rund 600 Kilometer lange Wanderwege unterschiedlicher Länge warten auf Spaziergänger und Wanderer. Auf dem „Elmkreisel“ geht es in vier Tagesetappen auf insgesamt 75 Kilometern rund um oder quer durch den Naturpark Elm, zahlreiche Sehenswürdigkeiten warten darauf von Ihnen entdeckt zu werden. Der „Elmkreisel“ ist ein Angebot inklusive Gepäcktransport. Zahlreiche Radwanderwege unterschiedlicher Länge komplettieren das Angebot an Freizeitaktivitäten.

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Besuchen Sie auch die auf der Südseite des Elms gelegene Stadt Schöppenstedt die als Stadt der Streiche bekannt ist. Hier steht das Till-Eulenspiegel-Museum in dem sich alles um den im nahen Kneitlingen um das Jahr 1300 herum geborenen Till Eulenspiegel dreht. Das Museum ist dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr, samstags sowie sonn- und feiertags ist das Museum von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Kleine Landstraße am Westrand des Elms
Das Till-Eulenspiegel-Museum in Schöppenstedt