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Fahrradtour rund um das Steinhuder Meer

 

Eine Fahrradtour rund um das Steinhuder Meer, die Strecke hat eine Länge von 32 Kilometer, ist sowohl für Familien mit Kindern als auch für Naturinteressierte bestens geeignet. Das Steinhuder Meer, der etwa 30 Kilometer nordwestlich von Hannover liegt, ist ein See mit einer Gesamtfläche von rund 29 km², der See ist etwa 8 km lang und etwa 4,5 km breit.  

Auf gut ausgeschilderten Wegen ohne große Steigungen geht es durch eine schöne Landschaft mit vielen Aussichtspunkten auf das Steinhuder Meer und die umgebende Landschaft.  

Am Wegesrand oder in der Nähe davon gibt es zahlreiche mit Namen versehene Hütten und Aussichtstürme, die meist über Holzstege oder kleine Pfade erreichbar sind. An diesen Aussichtspunkten stehen große Hinweistafeln die immer wieder Auskunft über Fauna und Flora geben.  

Beobachten Sie doch einmal die zahlreichen Vögel, die am Steinhuder Meer ihr Revier haben, darunter sind auch Seeadler die seit dem Jahre 2000 wieder am See vorzufinden sind.

 

Steg am Steinhuder Meer in Steinhude
Einer der vielen schönen Wege rund ums Steinhuder Meer
Sollten Sie unterwegs eine Panne haben oder aus anderen Gründen die Tour abbrechen wollen so haben Sie die Möglichkeit in den Fahrradbus umzusteigen, zahlreiche Haltestellen entlang der Strecke nehmen Sie gerne auf. 
 
Eine weitere Alternative sind die Fahrgastschiffe oder Auswanderer (historische Holzsegelboote) die Sie von Mardorf oder Steinhude aus inklusive Fahrrad gerne mitnehmen und ans andere Ufer bringen. 
 
Für eine Abkühlung im Sommer stehen die Badeinsel in Steinhude und der Badestrand an der weißen Düne in Mardorf zur Verfügung, also Badesachen nicht vergessen.
Das etwa 33 km² große Tote Moor am Steinhuder Meer
Blick von den Aussichtshütten am Meerbrucherlebnisweg auf das Vogelbiotop

Die Fahrradtour beginnt

Unsere Fahrradtour beginnt mit der Fahrt mit der S-Bahn von Hannover nach Wunstorf, dafür wird ein Tagesticket für 3 Zonen benötigt welches 9,30 € (Stand: Dezember 2022) kostet. 
 
Die Mitnahme eines Fahrrades ist innerhalb folgender Zeiten kostenfrei gestattet: montags bis freitags ab 8:30 Uhr bis 15:00 Uhr und ab 19:00 Uhr bis 5:00 Uhr des Folgetages, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ganztägig. 
 
Alternativ können Sie die Tour auch von Steinhude oder von Mardorf aus starten wenn Sie die Möglichkeit haben ihre Räder mit dem Auto dorthin zu transportieren. Eine weitere Alternative ist sich ein Rad bei einem der Radverleihe gegen Gebühr zu mieten und vom Verleih aus die Rundtour zu starten.
Der Weg durch das Hohe Holz
Der Wassererlebnispark in Steinhude

Vom Bahnhof Wunstorf zum Wassererlebnispark Steinhude

Vom Bahnhof Wunstorf geht es auf der Hindenburgstraße (fängt in der Mitte des Bahnhofes an) in Richtung Stadtmitte. Am Ende der Straße rechts abbiegen und auf der Bundesstraße 441 vorbei am Rathaus der Stadt fahren. Kurz hinter dem Rathaus fließt die Westaue durch die Stadt, ein kleiner Weg entlang der Westaue (auf der Brücke links abbiegen) führt in Richtung Westen bis zur nächsten Brücke, hier auf die Brücke fahren und rechts abbiegen und bis zur großen Kreuzung der Bundesstraßen 441/442 fahren (an dieser Ecke steht ein Burgerrestaurant). Hier wird die Hagenburger Straße (B441) überquert (geradeaus) und der Straße „Am hohen Holz“ gefolgt. 
 
Diese biegt einmal links und dann rechts ab und endet am Lokal „Altens Ruh“. Von hier aus führt der Weg weiter durch das Hohe Holz, ein kleines Waldgebiet, der Waldweg endet an einem Wassererlebnispark der sich für eine erste Rast anbietet. Der Wassererlebnispark, der neben einem kleinen Wasserwerk angelegt wurde, ist von April bis Oktober von 9 bis 20 Uhr geöffnet und gibt viele Informationen rund um das Thema Wasser. Kinder können hier toben und viele Dinge rund um das Wasser ausprobieren, Erwachsene freuen sich sicherlich über die Kneipp-Wassertretanlage. Eine Besichtigung des Wasserwerkes ist gegen Voranmeldung möglich.
Der Wassererlebnispark in Wunstorf-Steinhude
Die Uferpromenade in Steinhude

Steinhude

Folgen Sie dem Weg weiter in Richtung Steinhude. Der Weg geht über in die Straße „An der Trift“ und endet an der Hauptstraße in Steinhude, der „Leinenweberstraße“. Fahren Sie gerade aus weiter auf der Straße „Vor dem Tore“, sie gelangen dann direkt an das Ufer des Steinhuder Meeres und die Uferpromenade. 
 
Wir fahren in Richtung Osten entgegen dem Uhrzeigersinn und folgen der Beschilderung quer durch Steinhude, vorbei an einer kleinen Kirche, der Petruskirche. Gleich hinter Steinhude können aus einiger Entfernung Störche beobachtet werden die auf einer extra dafür angefertigten Hochplattform ihr Quartier bezogen haben.
Die Petruskirche in Steinhude
Störche auf einer Plattform

Der Weg hinter Steinhude

Der Weg ist inzwischen ein Feldweg geworden. Nächster Halt ist an einem Aussichtsturm der über einen hölzernen Steg der das Feuchtgebiet überquert zu erreichen ist. Auf dem Weg gibt eine hölzerne Hinweistafel Auskunft über die „Verlandung eines Sees“ und wie weit früher das Wasser des Sees gereicht hat, auf einem Kanal an dem der Weg entlang führt ist einer der Torfkähne zu sehen mit denen früher der Torf aus dem Moor transportiert wurde. Der Aussichtsturm wurde neugebaut und gibt einen wunderbaren Blick auf den See und das Umland frei.

Ein Steinhuder Torfkahn
Auf einem hölzernen Steg kann das Feuchtgebiet durchquert werden

Durch das Tote Moor

Ab jetzt führt der Weg durch das Tote Moor am Ostufer des Sees, gesäumt von vielen Bäumen, hauptsächlich Birken. Hinweistafeln am Wegesrand geben Auskunft über das Moor, an verschiedenen Aussichtspunkten können Sie das Tote Moor mit seiner herrlichen Landschaft bewundern.

Der Weg führt jetzt durch das Tote Moor
Auskunftstafel über das Torfstechen

Angekommen am nächsten Aussichtspunkt, auch dieser ist wieder über Holzstege zu erreichen, geben weitere Hinweistafeln immer wieder Auskunft über die Entstehung des Moores und das Torfstechen. Der nächste Aussichtspunkt, der Moorhüttensteg, liegt dann wieder am Seeufer, wir sind bereits auf der anderen Seite angekommen und nähern uns Mardorf.

Die Moorlandschaft
Hier geht es zum Aussichtspunkt im Toten Moor

Mardorf

Der Ort beginnt mit dem Badestrand an der weißen Düne, allerdings ist hier nirgends eine Düne zu sehen ist, es handelt sich lediglich um einen künstlich angelegten Sandstrand am Ufer des Sees der im Sommer zum Baden einlädt. Über die Strandpromenade führt der Weg weiter, an schönen Tagen besonders an Wochenenden ist dieser Weg doch sehr überlaufen und Radfahrer werden zum Slalomfahren um die Spaziergänger gezwungen.

Der Badestrand an der weißen Düne
Die Seepromenade in Mardorf

Hinter Mardorf

Hinter Mardorf führt der gepflasterte Weg vorbei an einem kleinen Wald. Ein nächster Aussichtsturm, der „Mardorfer Turm“, wartet am Wegesrand mit seinen Hinweistafeln die Auskunft über den „Meerbruch – einst und heute“ sowie über ein Projekt des NABU Niedersachsen (350 Teiche für Niedersachsen) geben.

Der Weg hinter Mardorf führt vorbei an einen kleinen Wald
Der Mardorfer Turm

Die Meerbruchswiesen

An der nächsten Kreuzung ist bereits mehr als die Hälfte des Weges geschafft, nach Steinhude sind es nur noch 13 Kilometer. Hier beginnen die unter Naturschutz stehenden Meerbruchswiesen die durch die Verlandung des Sees entstanden sind. 
 
Die Meerbruchswiesen, die aus „Schwimmenden Wiesen“ und Wassertümpel bestehen, sind ein wichtiges Brut- und Rastgebiet für gefährdete Vogelarten. Insgesamt wurden bereits 250 verschiedene Vogelarten rund um das Steinhuder Meer gesichtet.
Weg durch die unter Naturschutz stehenden Meerbruchswiesen
Am Kranichplatz können Kraniche beobachtet werden
Nächster Haltepunkt ist der Kranichplatz, wie der Name schon sagt können hier Kraniche beobachtet werden. Eine Hinweistafel gibt Auskunft über die „Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte“, auch ein Projekt des NABU Niedersachsens. 
 
Viele seichte Stellen an dieser Seite des Sees sind ein hervorragendes Vogelbiotop, eine entsprechende Hinweistafel gibt Auskunft. Der nächste Halt, der ca. 600 Meter lange Meerbrucherlebnisweg, lohnt sich sehr, ein Weg führt vorbei an zahlreichen Hütten mit ihren Auskunftstafeln die die Vögel beschreiben die hier ihr Revier haben oder das Gebiet als Rastplatz nutzen. 
 
In den Hütten sind viele Vogelkundler und Interessierte mit Fernrohren und Fotoapparaten anzutreffen die die zahlreichen Vögel beobachten.
Die Rotkelchenhütte
Hütte an der Gänsewiese

Winzlar

Angekommen am Ende des Weges steht der Winzlarer Turm direkt am Seeufer und bietet einen tollen Blick auf das Steinhuder Meer und die Insel Wilhelmstein. Im Hintergrund ist die Steinsalzhalde vor Bokeloh zu sehen die zum Kaliwerk Sigmundshall gehört, auch Steinhude erscheint schon am Horizont. 
 
Wir sind jetzt schon am Ortseingang von Winzlar angekommen, ein Anhänger mit Hinweistafeln auf ein nahe gelegenes Cafe/Bistro steht an einer Wegeskreuzung. Wer möchte kann ja dort einkehren und sich ein wenig ausruhen oder die nahe gelegene Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer besuchen die Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt des Naturparks vermittelt.
Blick vom Winzlaer Turm
Anhänger mit Hinweistafeln

Von Winzlar über Hagenburg nach Steinhagen

Von Winzlar führt der Weg weiter in Richtung Hagenburg das am Südufer des Sees liegt. Eine weitere Möglichkeit sich bei aufkommenden Hunger oder Durst zu stärken ist ein Hotel mit Restaurant direkt an der Bundesstraße 441 bei Wiedenbrügge das an einer exponierten Stelle liegt, von hier aus ergibt sich ein toller Blick auf das Steinhuder Meer, der Rundweg führt nicht weit entfernt davon vorbei. 
 
Der Weg geht weiter in Richtung Hagenburg, eine Brücke überquert den Hagenburger Kanal der am nahen Hagenburger Schloss endet. Entlang des Kanals führt der Rundweg direkt an das Ufer des Sees, Steinhude ist jetzt schon in Reichweite, auch die Insel Wilhelmstein ist von hier aus gut zu sehen. Der letzte Abschnitt führt auf asphaltiertem Weg entlang des Ufers direkt nach Steinhude wo der Rundweg um das Steinhuder Meer an den Strandterrassen, einem Restaurant und Cafe, endet.
Das Hagenburger Schloss am Hagenburger Kanal
Der Hagenburger Kanal

Von Steinhude zurück nach Wunstorf

Unser Weg zurück nach Wunstorf führt in umgekehrter Richtung wieder vorbei am Wassererlebnispark durch das Hohe Holz, wer möchte kann ja jetzt noch einmal Halt im Ausflugslokal „Altens Ruh“ machen. Die Bahnverbindung von Wunstorf nach Hannover und umgekehrt ist sehr gut, neben den S-Bahnen halten hier auch Regionalzüge so das keine lange Wartezeiten auf dem Weg nach Hause zu befürchten sind.

Blick auf das Steinhuder Meer bei Steinhude
Das Scheunenviertel in Steinhude

Wer nicht gerne ohne Karte fahren möchte der kann im Buchhandel eine Karte über den Naturpark Steinhuder Meer kaufen, in der Karte sind neben dem Rundweg um das Steinhuder Meer auch weitere Fahrradwege in der Nähe eingezeichnet, auf der Rückseite sind die Orte im Naturpark beschrieben bzw. sind Ortspläne abgedruckt (Steinhuder Meer: 1:30.000 Freizeitkarte zum ganzen Naturpark mit Ortsplänen in 1:15.000 inkl. Rad- und Wanderwegen (KVplan-Freizeit-Reihe)). Wer jetzt noch Zeit hat kann ja noch die Stadt Wunstorf besuchen die auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

Der Ratskeller in Wunstorf wurde um 1520/21 in seiner jetzigen Form errichtet
Die ehemalige Abtei wurde 1518 erbaut