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Delbrück

Zwischen Höfelhof und Salzkotten und nur 16 Kilometer nordwestlich liegt Delbrück, die zweitgrößte Stadt im Kreis Paderborn. Die Städte Lippstadt (15 Kilometer), Gütersloh (27 Kilometer) und Bielefeld (35 Kilometer) sind auch nicht weit entfernt. Zur Stadt Delbrück gehören 10 Ortsteile in denen rund 32.000 Einwohner leben.

Wahrzeichen der Stadt ist der schiefe Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist, der schon von weitem zu sehen ist. Delbrück verfügt über einen hübschen Stadtkern mit Fachwerkhäusern und zahlreichen inhabergeführten Fachgeschäften sowie einer Gastronomie zum Verweilen einlädt. Interessante Sehenswürdigkeiten liegen im Stadtgebiet und den Ortsteilen, einige von diesen wollen wir Ihnen ein wenig näherbringen.

Ortsdurchfahrt von Delbrück
Der Kirchplatz in Delbrück

Geschichte der Stadt

Bereits vor 3000 Jahren haben sich Menschen im Delbrücker Land aufgehalten, wie Archäologische Funde vermuten lassen, Delbrück selbst wurde zwischen 1219 bis 1230 erstmals von einem Abt urkundlich erwähnt. Der Name der Stadt entstand aus Brugge (Brücke), dann wurde im Laufe der Zeit Dellebruggen und Delbrugge daraus. Übersetzt heißt Delbrück so viel wie Dielenbrücke.

Mittelpunkt der Stadt war und ist die Kirche die erstmals 1292 erwähnt und im 14. Jahrhundert erweitert wurde. Aufgrund eines Streites zwischen dem Fürstbischof von Paderborn, dem Erzbischof von Köln und dem Grafen von Kleve wurde die Stadt 1410 eingeäschert. 1496 überließ der Ritter Phillipp von Hoerde der Stadt Delbrück Reliquien vom Heiligen Kreuz die heute noch an jedem Karfreitag während einer Prozession durch die Gemeinde getragen werden.

1610 wurde Delbrück das Recht zugesprochen, zweimal jährlich einen Markt abzuhalten. 1802 wurde Delbrück preußisch, 1808 wurde das Delbrücker Land Bestandteil des Königreiches Westfalen und wurde als Kanton in sechs Kommunen aufgeteilt. 1813 kam es wieder zu Preußen, 1815 erfolgte die Gründung der Provinz Westfalen und Delbrück wurde Sitz einer Amtsverwaltung.

Fachwerkhäuser in Delbrück
Ausflugslokale mit Kirchturm im Hintergrund in Delbrück

Anreise

Delbrück ist über die Autobahn A33 (Abfahrt Paderborn/Schloss Neuhaus) und über die Bundesstraße 64 gut erreichbar. Bahnen halten am Hauptbahnhof in Paderborn, von dort aus fahren regelmäßig Stadtbusse nach Delbrück. Der Flughafen Paderborn-Lippstadt ist etwa 20 Kilometer entfernt. Die Innenstadt bietet für einen Besuch ausreichend Parkplätze, acht kostenpflichtige Wohnmobilstellplätze stehen im Bereich des Hallenbades zur Verfügung.

Bauernhäuser im Gastlichen Dorf
Das künstlich angelegte Naturschutzgebiet Steinhorster Becken

Historischer Kirchplatz mit Pfarrkirche St. Johannes Baptist und Umgebung

Mittelpunkt von Delbrück ist der Historische Kirchplatz mit der Pfarrkirche St. Johannes Baptist dessen besonderes Merkmal der schiefe Turm ist. Dieser wurde um 1400 erbaut, hat eine Höhe von 65 Meter, besteht aus Holz und dieses hat sich mit den Jahren witterungsbedingt gebogen. Umgeben ist die Kirche von Fachwerkhäusern und altem Baumbestand, Cafés am Kirchplatz laden zur Einkehr ein. In der Nähe liegende Geschäfte laden zu einem Einkaufsbummel ein. Auf einer Stadtführung erfahren Sie mehr über Delbrück, die Geschichte und die Bewohner der Stadt.

Pfarrkirche St. Johannnes Baptist
Turm der Pfarrkirche St. Johannes-Baptist

Naturschutzgebiet Steinhorster Becken und Römerlager Anreppen

Das ca. 82 Hektar große künstlich angelegte Naturschutzgebiet Steinhorster Becken besteht hauptsächlich aus Wasserflächen der gestauten Ems und bietet vielen Wasservögeln einen Lebensraum. Ein 5 Kilometer langer Rundweg um das Becken, Aussichtstürme bieten gute Sicht auf die vielen Wat- und Wasservögel die sich zum Brüten oder Rasten hier niedergelassen haben.

1968 wurde im Ortsteil Anreppen ein Römerlager entdeckt, das im Winter 4 bis 5 n. Chr. angelegt wurde. Das 23 Hektar große Lager liegt Südufer der Lippe und hat die Form eines unregelmäßigen, lang gestreckten Ovals. Östlich des Lagers wurden Teilstücke von zwei römischen Verkehrswegen gefunden. Das Lager war für etwa 6.000 Soldaten ausgelegt. Auf einem Lehrpfad rund um das Römerlager und auf Informationstafeln erfahren Besucher wissenswertes über die Ausgrabungsstätte.

Das Naturschutzgebiet Steinhorster Becken
Aussichtsturm am Steinhorster Becken

Das "Gastliche Dorf"

Im „Gastlichen Dorf“ im Ortsteil Sudhagen können Sie einen Ausflug in vergangene Zeiten erleben. Hier stehen Bauernhöfe aus dem 16. und 18 Jahrhundert und aus verschiedenen Landstrichen, diese wurden abgebaut und an neuer Stelle originalgetreu wieder aufgebaut. Ein Rundgang durch den Bauerngarten vorbei a, Dorfteich mit Gänsen und Friedenskanone lohnt sich, ein Spielplatz wird von den Kindern gern genutzt. Ein altes Backhaus bietet Einblicke wie früher gebacken wurde, im Dorfladen können Sie Spezialitäten nach überlieferten Rezepten kaufen. Der Dorfladen ist jeden Freitag zwischen 16 und 18 Uhr geöffnet. Die Räumlichkeiten dienen auch als Veranstaltungsort für Hochzeiten, Familienfeiern und Firmenevents ab 50 Personen.

Das "Gastliche Dorf" in Delbrück-Sudhagen
Das alte Backhaus bietet Einblicke wie früher gebacken wurde

Radfahren und Veranstaltungskalender der Stadt

Radfahren im Delbrücker Land ist angesagt, verläuft es doch flach, zwischen dem höchsten und dem tiefsten Punkt liegen gerade einmal 37 Höhenmeter Differenz. Auf Radler oder Skater warten über 500 Kilometer lange befestigte Wirtschaftswege, die entdeckt werden wollen. Ausgeschilderte Rundwege mit einer Länge von 12 bis 44 Kilometer führen an zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Region vorbei. Auf Themenwege wie dem Kapellenweg oder der Spargelroute können Sie regionaltypischen Besonderheiten kennenlernen. Einkehren können Sie in den an den Strecken liegenden Ausflugslokalen. Überregional locken die Paderborner-Land-Route, die Landesgartenschau-Route, die Römer-Lippe-Route oder auch der Ems-Radweg die auch an Delbrück vorbeiführen.  

Auch der Veranstaltungskalender der Stadt kann sich sehen lassen. Überregional bekannt sind Karneval mit großem Rosenmontagsumzug, Kreuztracht am Karfreitag und Katharinenmarkt im September. Vier verkaufsoffene Sonntage locken zu einem gemütlichen Bummel durch die Einkaufsstraßen der Stadt. Von Mai bis August ist Schützenfestsaison in allen Stadtteilen.

Das Steinhorster Becken bietet vielen Wasservögeln einen Lebensraum
Der Dorfladen im Gastlichen Dorf