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Bad Driburg

Ankommen. Durchatmen. Genießen. Wer nach Bad Driburg kommt, egal ob als Urlauber, Kurgast oder als Tagestourist, der wird diese wunderbare Luft, die Heilkräfte der Natur, sofort spüren. Bad Driburg liegt fernab von Hektik und Stress unserer modernen Gesellschaft, mitten im „Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge“ umgeben von sanften Hügeln und sattgrünen Wäldern. Die nächstgelegene größere Stadt ist das etwa 25 Kilometer entfernte Paderborn.  

Bad Driburg blickt auf eine mehr als 230-jährige Geschichte als Kurort zurück, die Stadt wurde als bestes Heilbad in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet, nicht weniger als sieben Kurkliniken unterschiedlicher Fachrichtungen kümmern sich um die Kurgäste. Schon die Römer wussten um die Bedeutung der Heilquellen, aber erst im 18. Jahrhundert wurden die Quellen für eine gesundheitsorientierte Anwendung erschlossen.  

Heute wird das Wasser der Caspar-Heinrich-Quelle und der Rabe-Quelle zur Förderung der Gesundheit zum Beispiel durch Trinkkuren, Kohlensäure-Mineralbädern oder Kneipp-Kuren genutzt. Die schöne Fußgängerzone der Stadt lädt zum Einkaufbummel ein, die Stadt verfügt über ein vielfältiges Freizeit- und Kulturangebot, der mehrfach prämierte 64 Hektar große Gräfliche Park zählt zu den schönsten Parks in Europa. Bad Driburg blickt auch auf eine mehr als 725-jährige Geschichte des Glashandwerkes zurück, ist hier doch u.a. die bekannte Marke „Leonardo“ zu Hause. 

Blick vom Kaiser-Karls-Turm auf Bad Driburg
Die Mühlenpforte ist ein Nachbau einer der sieben Mühlen der Stadt

Von der Iburg über die Quellen in die heutige Zeit

Hoch über der Stadt auf einem etwa 380 Meter hohem Sporn des Eggegebirges beginnt die Geschichte das Stadt mit der Iburg die erstmals im Jahre 753 erwähnt wurde und namengebend für die Stadt war. Um das Jahr 1135 herum gründeten Benediktinerinnen ein Kloster. Die älteste Glashütte stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert, sie liegt in einem Wald zwischen Driburg und Altenbeken. Das Driburger Glas wurde im Laufe der Jahre von fahrenden Handelsleuten im gesamten norddeutschen Raum vertrieben. 
 
Etwa im Jahre 1290 erhielt Bad Driburg seine Stadtrechte verliehen. Den Grundstein des späteren Heilbades legte der Fürstbischof von Paderborn, Ferdinand von Fürstenberg, durch das Anlegen einer doppelreihigen Lindenallee die zum „Driburger Sauerbrunnen“, der Quelle des Heil- und Mineralwassers, führte. Bereits um das Jahr 1720 herum wurde das abgefüllte Wasser bis nach London, Kopenhagen, Amsterdam und Danzig verschickt. 
 
Die Entwicklung zum Heilbad begann 1782 durch die Übernahme der staatlichen Quellen durch Caspar Heinrich von Sierstorpff, 1784 wurde das erste Badehaus mit 40 Zimmern eröffnet. 1796 weilte der Dichter Friedrich Hölderlin in Bad Driburg. Weitere Generationen der Familie Oeynhausen-Sierstorpff entwickelten den Park und bauten Bade- und Logierhäuser. Der Park befindet sich heute noch im Privatbesitz der Familie. 
 
Sie können die Geschichte der Stadt auf einem etwa 3 Kilometer langen barrierefreien historischen Stadtrundgang kennenlernen der an der Tourist-Information Bad Driburg in der Langen Straße 140 beginnt, zwölf Informationstafeln am Wegesrand geben Auskunft über den Werdegang der Stadt.
Die Fußgängerzone der Stadt
Einer der Teiche im Gräflichen Park

Anfahrt

Bad Driburg erreichen Sie aus Richtung Westen kommend über die Autobahn A44 in Richtung Kassel. Diese verlassen Sie am Kreuz Wünnenberg/Haaren und wechseln auf die A33 in Richtung Bielefeld/Paderborn. Verlassen Sie diese an der Ausfahrt Paderborn/Zentrum und wechseln dort auf die Bundesstraße 64 in Richtung Höxter die direkt an Bad Driburg vorbeiführt. 
 
Aus Richtung Süden kommend nehmen Sie die A7, verlassen diese am Kreuz Kassel und fahren auf die A44 in Richtung Dortmund. An der Ausfahrt Diemelstadt verlassen Sie die Autobahn und folgen der Beschilderung bis nach Bad Driburg. 
 
Aus Richtung Norden und Osten kommend nehmen Sie die A2 in Richtung Dortmund, verlassen Sie diese am Kreuz Bielefeld und wechseln Sie auf die A33 in Richtung Paderborn. An der Ausfahrt Paderborn-Zentrum verlassen Sie diese und wechseln auf die B64 in Richtung Höxter. 
 
Bad Driburg ist an das Schienennetz angeschlossen und wird von der Nordwestbahn aus unterschiedlichen Richtungen angefahren.
Einfahrt zum gräflichen Park
Rhododendrenblüte im Gräflichen Park

Gräflicher Park und historische Badehäuser

Ein besonderer Erholungsort ist der Gräfliche Park der bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Auf seinen 64 Hektar sind über 800.000 Pflanzen, darunter teilweise bis zu 240 Jahre alte Bäume, angepflanzt. Halbjährlich wechselt die Beet-Bepflanzung, mehr als 200.000 Pflanzen rund um die Logierhäuser werden dann ausgetauscht. 
 
Erster Höhepunkt des Jahres ist die Tulpenblüte gegen Ende März die den Park in ein Blütenmeer aus unterschiedlichen Farben taucht. An der Gestaltung des Gartens sind regelmäßig Künstler sowie Landschaftsarchitekten beteiligt. Auch Kurkonzerte und kulturelle Veranstaltungen finden hier statt. Im Gräflichen Park befindet sich ein 4-Sterne-Superior-Hotel mit preisgekrönten Wellnessbereich, Tennisplätzen auf Asche und Rasen sowie ein 18-Loch-Golfplatz. 
 
Gäste des Hotels wie auch Tagesbesucher können auf über 6.000 m² in den historischen Badehäusern etwas für ihre Gesundheit tun. Hier werden Bäder, Massagen sowie Physiotherapie angeboten, eine besondere heilende Wirkung geht von den Anwendungen mit dem hauseigenen Moor aus. Der Park ist von April bis Oktober von 8 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist gebührenpflichtig, Parkführungen finden jeden Dienstag um 14.30 Uhr gegen Gebühr statt.
Der Bergfried ist das Wahrzeichen der Iburg
Der Kaiser-Karls-Turm und das Ausflugslokal nahe der Iburg

Die Iburg und Kaiser-Karls-Turm mit Ausflugslokal

Hoch über der Stadt auf einem Felsvorsprung in knapp 400 Metern Höhe befinden sich die Ruinen der Iburg. Diese wurde als Fliehburg im 8. Jahrhundert errichtet. Karl der Große ließ nach der Eroberung der Burg eine Petruskirche errichten deren Fundamente heute noch zu sehen sind. Im 10. und 11. Jahrhundert lebten Einsiedlerinnen auf der Burg, von etwa 1138 bis 1142 war dort ein Benediktinnerinenkonvent untergebracht. 
 
Die Burganlage wurde 1444 zerstört und danach nicht wiederaufgebaut. Erhalten blieben die Ruinen einschließlich des Bergfrieds, er ist das Wahrzeichen der Iburg. Unweit der Ruinen befindet sich der 1904 erbaute knapp 20 Meter hohe Kaiser-Karls-Turm der bestiegen werden kann und einen tollen Blick auf die Stadt bietet. Unterhalb der Burg befindet sich ein bekannte Ausflugslokal, bei schönem Wetter können Sie hier auf der Terrasse sitzen und ebenfalls die schöne Aussicht auf die Stadt genießen.
Die Klinik Bad Hermannsborn liegt in einem etwa 18 Hektar großen Park
Der Park rund um die Rehaklinik ist öffentlich zugängig

Bad Hermannsborn

Im Ortsteil Bad Hermannsborn liegt die Park Klinik Bad Hermannsborn in einem etwa 18 Hektar großen Park der zwischen 1924 und 1925 nach den Entwürfen des Gartenarchitekten Richard Hartnauer aus Leverkusen entstand. Der Park rund um die Rehaklinik ist öffentlich zugängig und ähnlich beeindruckend wie der Gräfliche Park. Die Klinik erinnert an ein barockes Schloss. 
 
Schon die Einfahrt/der Eingang auf das Klinikgelände durch das Torgebäude ist beeindruckend. Die Auffahrt erfolgt durch eine Kastanienallee. Auf der rechten Seite ist eine kleine Anhöhe mit einem Pavillon, von hier aus ergibt sich ein toller Blick auf das Parkgelände mit Teichen, Wassertreppen, Bäumen, Rhododendron, Azaleen und Blumenbeeten die besonders in der Blütezeit die Anlage in ein buntes Bild tauchen. 
Im Gräflichen Park stehen teilweise bis zu 240 Jahre alte Bäume
In den Brunnenarkaden werden Trinkkuren gereicht und klassische Konzerte angeboten

Wandern und Nordic Walking

Der Teutoburger Wald ist ein Wanderparadies, gehört der Wald doch zu den schönsten Wanderregionen in Deutschland. Manchmal geht es steil bergauf, doch diese Mühen werden entlohnt mit schönen Ausblicken auf die darunter liegenden Tiefebenen. Viele Wanderwege durchziehen den Teutoburger Wald, bekannteste Wanderwege sind der 156 Kilometer lange Hermannsweg der entlang vieler Sehenswürdigkeiten wie den Externsteinen oder auch dem Hermannsdenkmal von Rheine im Norden bis nach Horn-Bad Meinberg im Süden führt sowie der 70 Kilometer lange Eggeweg der an den Hermannsweg anschließt und von Horn-Bad Meinberg im Norden nach Marsberg im Süden führt. 
 
Viele schöne unterschiedlich lange Wanderwege rund um Bad Driburg wollen entdeckt werden. Besonders interessant für Wanderungen mit Kindern ist der Kaleidoskopweg auf dem sich die Natur spielerisch entdecken lässt. Natürlich bietet die Region bzw. der Teutoburger Wald auch die Möglichkeit auf ausgewählten Radwanderwegen die Natur sowie die Sehenswürdigkeiten am Wegesrand zu entdecken. 
 
Auch Nordic Walking rund um Bad Driburg möglich, 8 Lauf- und Walkingstrecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade mit einer Länge zwischen 3,6 bis 20,6 Kilometer laden dazu ein etwas für die Gesundheit bzw. Fitness zu tun.
Die Auffahrt zur Park Klinik Bad Hermannsborn erfolgt durch eine Kastanienallee
Blick in Richtung Eingangsportal und Kastanienallee in Bad Hermannsborn

Driburg Therme

Eine Oase der Ruhe und Entspannung ist die Driburg Therme die mit ihrer Thermal-Bade- und Saunalandschaft ein Wellnesserlebnis verspricht. Nutzen Sie das staatlich anerkannte Heilwasser der Therme das eine wohltuende Wirkung auf den Körper verspricht. Die Becken sind zwischen 32 und 36 Grad temperiert. 
 
Die weitläufige Saunalandschaft bietet Besuchern 9 verschiedene Saunen und Dampfbäder (von 55°C bis zu 100°C) und ist zertifiziert als 5-Sterne Premium Sauna. Wellnessanwendungen wie Massagen und Kosmetikbehandlungen oder ein Besuch im Solarium runden das Wellnessangebot der Therme ab. In der Cafeteria können Sie sich stärken oder den Durst löschen. Die Driburg Therme ist teilweise barrierefrei.  
Unterwegs im Gräflichen Park
Die Brunnenanlage der Kuranlage Bad Hermannsborn